Abnehmberaterin Petra Brenner

Ich lasse mich pro verlorenem Kilo bezahlen.

Abnehmberaterin Petra Brenner
Petra Brenner an Ihrem Schreibtisch_40Stunden

Petra Brenner ist Abnehmberaterin und jetzt, Anfang Januar vermutlich heiß begehrt. Aber muss wirklich jeder schlank sein? Ist Schönheit das Maß aller Dinge und Genuss nur ein Zeichen mangelnder Disziplin? Ein Gespräch über Weihnachtsvöllerei, Wunderdrinks und das, was das Leben wirklich prägt.

Was gab es bei Ihnen Weihnachten zu essen?

Es gab eine Gans, aber ich habe die Haut liegen gelassen und deshalb auch nicht zugenommen.

Das bedeutet, dass Sie Ihren Job sogar an Weihnachten sehr ernst genommen haben?

Ja, immer. Ich persönlich nehme meinen Job immer ernst – selbstverständlich.

Gibt es etwas, das Sie heimlich essen, was Sie offiziell nie zugeben würden?

Ich esse heimlich Brot. Ich esse das einfach zu gerne. Und zwar am liebsten mit Butter. Hin und wieder begehe ich diese Sünde im Restaurant.

Angenommen, Sie würden – warum auch immer – 15 Kilogramm zunehmen. Wäre das schädlich für Ihren Job?

Ja, mit Sicherheit. Ich muss immer Vorbild sein.

Und wie machen Sie das?

Indem ich bewusst lebe. Auch ich mache Fehler beim Essen, das weiß ich. Aber wenn mir Pannen passiert sind, bin ich am Tag danach wieder solide.

Sie müssen sich für Ihren Job schon ganz schön unter Kontrolle haben, oder?

Ja, muss ich.

Stört Sie das nicht?

Nein, überhaupt nicht. Gar nicht.

Und Sie haben wirklich nie das Gefühl „Ach komm, scheiß drauf“ und essen dann ’nen Snickers?

Nein, sowas mache ich nicht.

Wie machen Sie das bloß?

Das kann ich Ihnen nicht sagen. Ich mache das jetzt seit über 20 Jahren und das hat sich so für mich eingebürgert.

Dominiert Ihr Gewicht Ihr Leben?

Nein. Nein. Das tut es nicht.

Was würden Sie sagen: Was sind die größten Ernährungsarschlöcher die wir in unseren Kühlschränken lagern?

Das ist natürlich vorwiegend schon Alkohol. Damit steht und fällt eigentlich alles. Sonst kann man ja über alles reden, zum Beispiel welches Gemüse man essen sollte und welches nicht…

Möhrenfigur in der Praxis von Frau Brenner_40Stunden

Oh mein Gott, wir reden jetzt schon über Gemüse, das man nicht essen sollte?

Das meiste kann man essen, ganz klar. Man sollte Rosenkohl, sage ich immer, vorsichtig genießen, weil es eigentlich ein Gemüse ist, was bläht. Und rote Paprika ist bei mir auch nicht erlaubt. Aber der größte Fehler ist der Alkohol. Viele Menschen kommen nach Hause, setzen sich hin, genießen den Abend, schalten ab und trinken ihr Glas Wein.

Und das ist ganz, ganz schlimm?

Alkohol hat wahnsinnig viele Kalorien und er erzeugt Hunger. Wenn jemand im Restaurant Alkohol trinkt, ist die Käseplatte nicht weit. Und zu Hause die Gummibärchen und Kekse.

Wenn ich also auf Alkohol und Süßigkeiten verzichte…

…haben Sie schon einen echten Pluspunkt. Ganz klar. Und Sie sollten auf Obst verzichten. Wer bei mir eine Gewichtsreduzierung macht, darf kein Obst essen. Höchstens mal einen sauren Apfel. Alles andere hat zu viele Kalorien, zu viel Zucker. Zucker ist der Hauptminuspunkt.

Sie verbieten mir gerade alles, was ich großartig finde.

Ja, das tut mir leid, aber Sie müssen ja auch nicht abnehmen.

Wie haben Sie es für sich geschafft, dass Sie das alles gar nicht mehr großartig finden?

Ich habe mal wesentlich mehr gewogen. Damals habe ich eine Heilpraktikerin kennengelernt, mit der ich mich hier selbständig gemacht habe. Das ist jetzt 21 Jahre her. Und seit dem Tag habe ich gewichtsmäßig mein Leben im Griff.

Herzlichen Glückwunsch. Wir haben mal einen Metzger interviewt und dessen Hauptausage war: „Veganer? Geh mir bloß weg mit denen“. Wie stehen Sie zu den Veganern und Vegetariern dieser Welt?

Ich habe ein Enkelkind in Amerika, das vegan lebt. Ich finde das furchtbar. Ich finde es auch für die Umwelt schlimm. Sie sitzt im Restaurant und sagt: „Das esse ich nicht. Das esse ich nicht“. Da stehe ich einfach nicht hinter. Allerdings sind diese Menschen meistens sehr dünn, das steht fest. Aber die essen ja auch kaum was. Also mein Enkelkind nimmt vor allem nur Wasser zu sich und isst auch kein Brot.

Wenn man bei Ihnen abnehmen will, dann durchläuft man eigentlich „nur“ den klassischen Low-Carb Ernährungsplan. Kein Alkohol, Zucker, Brot, Nudeln und Co. und viel Gemüse, Fleisch und Fisch. Wozu braucht die Welt Sie, denn Low-Carb kann doch mittlerweile jeder, oder?

Ja, das sagen die meisten. Und die meisten die hierher kommen, haben schon fünf oder sechs Diäten hinter sich. Die Menschen brauchen die Kontrolle und zu mir kommen sie drei Mal in der Woche zum Wiegen. Das ist der Punkt. Sie setzen sich drei Mal die Woche hin, sagen mir welche Probleme sie haben und gehen dann auf die Waage. Und das ist der Schlüssel.

Frau Brenner berechnet das Gewicht einer Kundin_40Stunden

Schimpfen Sie?

Nein, ich schimpfe nicht. Aber ich spreche darüber. Wenn jemand nicht abgenommen hat, dann hat er etwas falsch gemacht. Und darüber sprechen wir dann. Und die meisten sagen es mir auch freiwillig, denn von meiner Diät muss man einfach abnehmen.

Warum?

Sie bekommen ein homöopathisches Mittel und sie essen kaum Kohlenhydrate. Der Stoffwechsel wird angeregt, die Leber wird entgiftet, Fett wird abgebaut und sie fühlen sich rundherum wohl und nehmen dabei ab. Das ist so. Ich habe hier Menschen, die 50 Kilo abnehmen. Das sind natürlich die, die sich nachher runderneuern müssen. Klar.

Was glauben Sie, warum ernähren sich so viele Leute schlecht und falsch?

Weil sie sich gar keine Gedanken darüber machen. Und weil es bequemer ist, sich schlecht zu ernähren. Wer ein paar Pfunde zu viel hat, der isst einfach weiter, wenn er nicht irgendwo die Möglichkeit hat, gut abnehmen zu können. Alleine schaffen es die wenigsten. Und die meisten Dicken, die hier herkommen, haben vorher alle Diäten der Welt gemacht.

Wenn jemand Neues zu Ihnen kommt, erkennen Sie sofort, ob er oder sie Erfolg haben wird?

Bei mir haben alle Erfolg. Einmal hatte ich ein Ehepaar, was jeden Abend eine Flasche Wein getrunken hat. Die haben es nicht geschafft. Sonst alle.

Jetzt klingen Sie aber ein bisschen wie die in einer Frauenzeitschrift, wo es lauter Wunderdiäten gibt. Was hat denn Hand und Fuß und wo fängt Bullshit an?

Für mich sind alle Pillen und Drinks Bullshit. Ich sage immer: Wer sich dafür entscheidet, der lernt ja nicht sein Essverhalten zu ändern. Das lernen Sie aber bei mir. Die Leute müssen nur einmal ihr Traumgewicht erreichen. Wer das einmal erreicht hat, nimmt nie wieder zu, wenn er bewusst weiter lebt. Und wenn man dann doch mal über die Stränge schlägt, macht man am nächsten Tag einen totalen Ananas-Tag und dann ist das Gewicht wieder ok.

Den ganzen Tag nur Ananas? Bei dem Gedanken bekomme ich jetzt schon Bauchschmerzen…

Aber es funktioniert.

Wenn Sie auf der Straße einen dicken Menschen sehen, denken Sie dann sofort: „Du müsstest aber mal abnehmen!“

Das ist viel schlimmer. Aber das dürfen Sie nicht schreiben: Ich sehe alle dicken Menschen nackt. Können Sie sich das vorstellen?

Ich versuche es gerade.

Das ist ganz schlimm. Meine Freundin lacht schon immer, wenn ich sage „dieser Mensch sieht grausam aus“. Das ist ganz schlimm. Ich sehe sie nackt. Ganz komisch.

Alle Menschen.

Nur die Dicken. Die Dünnen interessieren mich ja nicht. Vor allem die Männer mit den dicken Bäuchen. Ich denke dann: „Wie kann das bloß sein? Wenn der sich nackt vor den Spiegel stellt, wie sieht der aus?“

kleine Skulptur in der Praxis von Frau Brenner_40Stunden

Muss denn wirklich jeder schlank sein? Ist das nicht irgendwie auch so das verkappte und oberflächliche Schönheitsideal unserer Gesellschaft?

Nein, man muss nicht schlank und schön sein. Aber ich glaube an ein Wohlfühlgewicht. Nicht jeder kann einfach so schlank sein, wie die ganzen jungen Mädchen, die jetzt rumlaufen.

In meiner Wahrnehmung leiden Frauen mehr darunter, wenn sie nicht schlank sind, als Männer. Wie nehmen Sie das wahr?

Ja, Frauen leiden viel mehr.

Warum?

Das kann ich nicht sagen. Aber es gibt auch solche und solche. Viele Frauen machen auch gar nichts. Schauen Sie sich doch mal auf der Straße an, was da rumläuft. Ich habe das Gefühl, dass es auch viele Frauen gibt, die sich gar nicht beachten. Die laufen ungeschminkt rum. Ich finde das nicht normal. Ich finde eine Frau sollte immer ein bisschen gepflegt aus dem Haus gehen und dazu gehört für mich, dass man einigermaßen aussieht. Man kleidet sich doch auch einigermaßen.

Werden Frauen da nicht ganz automatisch auch in einen gesellschaftlich tolerierten Sexismus gedrängt?

Das weiß ich nicht. Ich glaube, dass jüngere Frauen einfach mehr auf sich und ihre Schönheit achten. Das ist dann schon teilweise ein bisschen Schönheitswahn. Ältere machen eher viel für ihre Gesundheit und wollen beim Thema Abnehmen vor allem erreichen, dass die Knochen nicht mehr so weh tun.

Was ist Erfolg für Sie in Ihrem Beruf? Bemisst der sich in Kilogramm?

Ich lasse mich pro verlorenem Kilo bezahlen. Fünf Kilogram kosten bei mir 370 Euro. Und bei mir benötigen Sie drei bis vier Wochen für diesen Gewichtsverlust.

Wow, ist das nicht ein bisschen viel.

Nein. Und ich muss das so sagen, weil es stimmt und jeder aufgeben würde, wenn es zu lange dauert. Aber die Leute schaffen das auch. Und zwar dauerhaft, wenn sie es einmal bis zu ihrem Traumgewicht geschafft haben. Aber so lange muss man schon durchhalten.

Und das Traumgewicht liegt wo?

Die bewährte Formel: Körpergröße in cm, minus 100, minus zehn Prozent.

Puh, dann bin ich bei 58kg. Ok. Und was ist nun Erfolg für Sie in Ihrem Beruf?

Dass ich glückliche Menschen um mich habe. Mein Job ist eigentlich mein Hobby. Und alle Menschen die zu mir kommen, sind glücklich und habe gute Laune, denn sie sehen, dass sie Erfolg haben.

Glückliche Menschen, obwohl Sie so viel verbieten…

Ja, für Sie wäre das nichts. Das höre ich schon raus. Aber vielleicht haben Sie auch einfach Ihr Wohlfühlgewicht.

Wer weiß, wer weiß. Ich esse die Ente auf jeden Fall mit der Haut. Und Kekse hatte ich auch genug zu Weihnachten. Ist denn an diesem „Über die Stränge schlagen“ echt gar nichts Gutes dran?

Nein, das ist einfach nicht gut, wenn man Gewichtsprobleme hat. Und das wissen die übergewichtigen Menschen auch.

Sie sind wirklich knallhart.

Ja. Ich bin Löwe. Und ich bin einfach ein sehr disziplinierter Mensch. Ich bin wahrscheinlich in allem ein bisschen anders. Ich bin sehr früh, ab 15 Jahren, ohne Eltern groß geworden. Ich musste mich alleine durchs Leben schlagen und dann geht man vielleicht etwas bewusster durch das Leben. Ich musste schon immer für mich kämpfen. Vielleicht macht das dann den Unterschied.

Schreibtisch in der Praxis Top in form_40Stunden Pulsmessgerät und Flyer bei top in form_40StundenFrau Brenner misst den Puls einer Kundin_40StundenFlyeraufsteller in der Praxis top in Form_40StundenWaage in der Praxis von Petra Brenner_40StundenAussenfassade von top in form_40StundenSchwarzweiß Portrait von Petra Brenner_40 Stunden

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14 Kommentare

  1. 11. Januar 2018 Sylvianne sagt:

    Wow! Julia, Deine Fragen sind aber auch klasse! Das mit dem Schminken finde ich krass! Als wenn eine Frau ohne Schminke nach nichts aussähe…. Berufsbedingt gucke ich übrigens immer viel mehr darauf, wie Leute sich bewegen als wie sie aussehen, echt interessant. Und da denke ich auch manchmal „die hat sich aufgebrezelt und läuft dann wie n Seemann auf Landgang über die Strasse. Wie furchtbar!“. Jeder nach seiner Fassong, nich wahr :-))

    1. Hey Sylvianne, danke, danke! Tja, wahrscheinlich hat wirklich jeder seinen ganz eigenen Blick… und wahrscheinlich ist das gut so. Behaupte ich jetzt einfach mal so… Bis bald!

  2. Wieder ein schönes Interview!
    Ich muss aber sagen, dass mir zum allerersten Mal der/die Interviewte so richtig unsympathisch ist. Mir kommt Frau Brenner so vor, als würde sie (übergewichtige) Menschen überhaupt nicht mögen, ja, als hätte sie eine nahezu misanthropische Einstellung. Und dies sage ich als „ideal-gewichtiger“, sich gesund und ausgewogen ernährender Mensch. Es schüttelt mich bei vielen ihrer Antwort geradezu. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll: Bei ihrer Einstellung zur veganen Enkeltochter? Bei ihrer fragwürdigen Traumgewicht-Formel? Ihre Obst-Regel scheint auch nicht ganz aufzugehen: Obst ist verboten, aber wenn man gesündigt hat, möge man bitte einen Ananas-Tag einlegen?

    1. Danke, für deinen Kommentar Sara und die intensive Auseinandersetzung mit diesem Interview. Ich kann deine Anmerkungen gut verstehen. Ich war ja auch kritisch. 😉 LG Julia

  3. 12. Januar 2018 Petra sagt:

    Was für ein Schwachsinn. Homöopathische Mittel? Nicht ihr ernst. Und es geht nicht um „Knochen die weh tun“ oder ein Schönheitsideal, sondern um die allgemeine Gesundheit. Übergewicht ist eine medizinische Kategorie, keine optische. Um Gewicht zu reduzieren muss man weniger essen als man verbraucht und um zu halten muss die Energiebilanz ausgeglichen sein. Dafür braucht es eine Kalorienzähl App und das Wollen und keine Ernährungsberater mit fragwürdigen Weisheiten. Und ja, man kann alles essen und trinken: Schokolade, die Haut vom Geflügel, Alkohol. Nur eben in den Mengen, dass man langfristig ein Energiedefizit erreicht. Und es geht nicht nur über das Essen, sondern auch über die körperliche Aktivität, man kann das Defizit duch Bewegung erhöhen, dann darf man halt nur die Sportkalorien nicht wieder als Nahrung konsumieren.
    Leute, Kopf hoch. Ihr schafft das auch ohne solch fragwürdigen Ernährungskonzepte.

    1. Danke Petra! Genau, Kopf hoch. Jeder auf seine Art!

  4. 12. Januar 2018 Lohbine sagt:

    Auch wenn es nicht politisch korrekt ist: Egal in welche Richtung finde ich Engstirnigkeit sehr bedenklich. und die Aussagen dieser Frau empfinde ich als extrem engstirnig. Es gibt keinen leichten Weg, um abzunehmen, es hat immer etwas mit Verzicht, Selbstdisziplin und Überdenken von Angewohnheiten zu tun. Aber das kann man auch, ohne so eine entsetzliche „Oberlehrerin“ im Nacken…

    1. Hey, danke für deine Meinung. Ich verstehe deinen Kommentar und glaube auch, dass man einen anderen Weg gehen kann. Eben jeder seinen. Nur mit dem Wort entsetzlich habe ich ein Problem. Frau Brenner ist sicher eine ganz eigene Person. Aber mit einer eigenen Geschichte. Ich wünsche mir, dass das auch gesehen wird und nicht nur das belehrende. Ein Mensch ist viel mehr als ein Adjektiv und genau das wollen wir mit 40 Stunden zeigen. Viele Grüße, Julia.

  5. 16. Januar 2018 Anne-Katrin Böhm sagt:

    Ich muss auch sagen, dass ich bei vielen Antworten der Interviewten die Stirn gerunzelt habe.
    Das mit dem Wohlfühlgewicht kann ich so nicht bestätigen. Und ich glaube, ein Wohlfühlgewicht ist auch immer individuell.
    Ich glaube, es gibt Menschen, die brauchen diese Strenge beim Abnehmen- deshalb kann ich verstehen, dass es Menschen gibt, die sich als Couch so einen Typen aussuchen.
    Andererseits ist eine langfristige Umstellung auf Low Carb ja weder gesund- noch macht es glücklich. Wie oben schon erwähnt, es geht ja um ein Kaloriendefizit. Ich denke, langfristig eine Ernährungsumstellung durchzuhalten geht nur, wenn sie so aufgebaut ist, dass Genuss und auch mal sündigen nicht ausgegrenzt werden. Gerade in der heutigen Zeit und in Generationen, wo gutes Essen auch Lebensqualität bedeutet.
    Schmunzeln musste ich übrigens bei ihrer Aussage über ihre vegane Enkelin und dass diese im Restaurant ja nichts isst. Sie selbst wird ja ebenfalls mit vielen Sonderwünschen aufwarten (bitte ohne Reis, Nudeln, Kartoffeln, bitte ohne Zucker kochen,…).

    1. Hey Anne-Katrin, danke auch für deine Meinung! LG Julia

  6. 18. Januar 2018 Michael Stolze sagt:

    Dies ist das erste Interview von 40 Stunden, das mir nicht gefällt – ganz und gar nicht. Sicher liegt es nicht an den wie immer tollen Fragen, sondern an den recht seltsamen Antworten. Ich finde die Dame unglaubwürdig, teils widerspricht sie sich sogar selbst. Menschlich erscheint sie mir -wie offensichtlich auch anderen – eher unsympathisch und ihre Preisgestaltung unseriös. Dagegen erstrahlen die bisherigen Interviews um so heller!

    1. Hallo Herr Stolze,

      toll, wieder von Ihnen zu hören!
      Ihre Einschätzungen lese ich immer gerne.

      Beste Grüße,
      Julia Kottkamp

  7. 19. Januar 2018 Lukas Ratschke sagt:

    Hey Julia,
    wieder ein sehr cooles Interview.
    Ich kann aber Ihre Einstellung selber nicht teilen. Nach der Formel habe ich 8 bis 10 Kilo zu viel. Persönlich finde ich sind es max. 3. Wenn überhaupt.
    Ich genieße, ich treibe Sport, ich lebe und möchte meinen Alltag nicht durch selbst auferlegte Regeln schlechter machen. Und da gehört für mich einfach abwechslungsreiche Ernährung, inklusive Sünden, dazu.
    Aber am Ende muss sich jeder wohl fühlen, und wer das nicht tut, muss seinen Weg finden. Und der kann natürlich auch zu Fr. Brenner führen.
    Macht weiter so! Gruß, Lukas

    1. Hey Lukas,

      cool, du liest 40 Stunden!? Das wusste ich gar nicht. Freut mich!
      Mir gefällt, was du über eine abwechslungsreiche Ernährung sagst. Ich glaube, ich mache das auch so. Mal mehr in die gesunde und mal mehr in die ungesunde Richtung.
      Ich verstehe die auch kritischen Kommentare zu Frau Brenner. Andererseits kenne ich Frauen, die „mit ihr“ abgenommen haben und sehr glücklich sind. In diesem Sinne: Jeder solle seinen Weg gehen.

      Danke für deinen Kommentar!
      Julia

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